Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach!

 Jahreslosung im Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

 

 

„Rettung"

 

 

Die Zeitung, für die ich diese Sonntagsgedanken schreibe, kenne ich natürlich noch nicht. Genauso gespannt wie sie werde ich die Seiten durchblättern. Was gibt es Neues, Interessantes, Anregendes?

Aber selbst wenn ich die Artikel der Samstagsausgabe noch nicht gelesen habe, ich könnte wetten: Irgendwo wird in dieser Ausgabe auch etwas von Rettung stehen. Von Programmen, die zur Rettung beitragen sollen. Von Anstrengungen, etwas zu retten. Pläne, Debatten, Rettungsmaßnahmen. Banken, Klima, Regenwald und Welt – Rettung in aller Munde.

Damit überhaupt keine Zweifel und Missverständnisse aufkommen: Ich bin ein absoluter Fan dieser großartigen Geschichte mit dem Namen „Rettung“. Neben den faszinierenden Leistungen der Menschheit wie etwa dem bemannten Weltraumflug oder der Entdeckung der Sprache gehört Rettung sicher ganz weit nach oben in der Liste der Weltwunder.

Dass Menschen sich kümmern, dass wir andere nicht liegen lassen und angesichts der Probleme dieser Welt nicht klein beigeben, das ist schlichtweg faszinierend. Faszinierend, dass sich Menschen wie die Feuerwehrkameradin, der Rettungssanitäter, die Beamten der Polizei selbst in gefährlichen Situationen um andere kümmern. Großartig, dass kluge Köpfe und fleißige Tüftler Pläne zur Rettung ganzer Unternehmen, der Arbeitsplätze, der Zukunft schmieden.

Mut, Vertrauen, Umsicht, Entschlossenheit – das alles können Menschen abrufen in Augenblicken, in denen es um Rettung geht. Und wer Rettung erlebt, dem fliegt Hoffnung zu, Vertrauen wächst, Erleichterung macht sich breit. Was wäre unsere Welt, wenn wir das rettende Handeln nicht entdeckt hätten!

Nun klingt uns religiös denkenden und fühlenden Menschen diese Rede von wunderbaren Rettern natürlich sehr vertraut. Als Christen bekennen wir uns zu Gott, für den „Retter“ zum zweiten Namen geworden ist. Denn so erleben wir ihn: Dass er zu dem hingeht, für den die Lage ausweglos scheint. Dass er die Hand reicht, wo einer in den Fluten versinkt. Dass er die Schatten der Nacht vertreibt und Menschen herausholt aus Not und Verzweiflung.

In alle Debatten um Rettung können wir Christen selbstbewusst eine Erkenntnis mit einbringen: Was Gott zum Retter macht ist vor allem anderen seine Liebe. Gott ist Liebe. Und ohne Liebe klappt das mit der Rettung offensichtlich nicht.

Wenn wir demnächst wieder hitzig über Rettung diskutieren, uns für Rettung stark machen und Rettung vehement einfordern: Passt gut, wenn wir uns dann gerade auch an die Liebe erinnern.

Folkhard Krall, Dekan im Kirchenbezirk Mosbach

 

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Herr, ich freue mich über den Weg deiner Zeugnisse wie über allen Reichtum.
Psalm 119,14

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