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Veranstaltungskalender

Sonntag, 25.03.2018 um 19:00 Uhr

Passionskonzert der Mosbacher Kantorei

Gioachino Rossini "Stabat Mater"

Wolfgang Amadeus Mozart "Misericordias Domini" KV 222 - "Kyrie" KV 341

Sonja Westermann (Sopran), Simone Egolf (Sopran), Martin Nyvall (Tenor), Jan-Ole Lingsch (Bass), Mosbacher Kantorei, Collegium instrumentale an der Stiftskirche

Leitung: Bernhard Monninger

mehr unter www.bezirkskantorat-mosbach.de

 


 

Gioachino Rossinis "Stabat Mater" für Soli, Chor und Orchester sowie zwei kleine geistliche Kompositionen Wolfgang Amadeus Mozarts, einem „Kyrie“ (das wohl als Teil einer nicht vollendeten Messe gedacht war) und einem „Offertorium“ (einer Musik zur Gabenbereitung) für Chor und Orchester erklingen beim diesjährigen Passionskonzert der Mosbacher Kantorei am Palmsonntag, 25. März um 19 Uhr in der Mosbacher Stiftskirche.

Der Karfreitags-Hymnus „Stabat Mater“, dem umbrischen Mönch Jacopone da Todi (gest.1306) zugeschrieben, ist von vielen bedeutenden Komponisten vertont worden. Das erscheint zunächst erstaunlich, wenn man bedenkt, dass dieser lange Text inhaltlich durchgehend gleichgestimmt ist – im Gegensatz zu den dramatischen Passionsberichten der Evangelien. Warum haben Haydn, Dvoƙák, Verdi, Penderecki und andere darin eine reizvolle Aufgabe gesehen?

Der Text taucht tief ein nicht nur in das Leiden einer Mutter, die ihren Sohn sterben sieht, sowie in dessen Leiden und Sterben, sondern er fordert nicht minder dazu auf, sich insbesondere mit dem Leiden Marias auseinander zu setzen. Nur am Rande wird darauf eingegangen, dass Jesu Kreuzestod der Erlösung der Menschheit von ihren Sünden dienen soll, er beschreibt aber dafür sehr detailliert die Gefühle Marias und lädt dazu ein, sich in diese zu versenken, um daraus persönliche Bereicherung zu erfahren. So hat wohl die große Emotionalität des Textes die Komponisten angesprochen.

Gioachino Rossini hat sein „Stabat Mater“ auf Bitten eines spanischen Prälaten komponiert. Zu jenem Zeitpunkt hatte sich der Komponist, angelangt  auf dem Höhepunkt seines glänzenden Ruhmes als Opernkomponist, plötzlich die Komposition weiterer Opern versagt (er war damals erst 37 Jahre alt, wurde aber 76), da er wohl glaubte, auf diesem Gebiet nichts Gleichwertiges oder gar Besseres mehr schreiben zu können. Im „Stabat Mater“ lässt er nun die bedeutenden Qualitäten seines Opernstils erneut aufscheinen und kontrastiert sie dabei mit alten Stilelementen wie A-cappella-Gesang und Fuge.

 

Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei Kindlers Buchhandlung, Tel. 06261-2871,  Restkarten an der Abendkasse.

Ort: Stiftskirche Mosbach