Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach!

 Jahreslosung im Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

 

Dankbarkeit 

Letzten Sonntag haben wir Erntedank gefeiert. Entsprechend habe ich auch in der Schule über dieses Fest gesprochen. Dabei haben wir gesammelt, wofür wir dankbar sind. Dankbarkeit wendet ja den Blick auf Gutes im eigenen Leben – und erinnert uns daran, wie Vieles davon geschenkt ist. Die Ideen der Jugendlichen haben mich angesprochen. So dankten sie dafür, dass ihnen Liebe gegeben wird, dass sie hier geboren sind, wie sie aussehen oder dass sie gesund sind. Tolle Sachen, für die Menschen wirklich dankbar sein können.

Im weiteren Nachdenken habe ich aber gemerkt, dass ein wesentlicher Punkt meines Lebens in der Aufzählung fehlt: Ich bin dankbar, dass ich Jesus kennenlernen durfte. Dankbar bin ich all den Menschen, die mir aus der Bibel erzählt haben, die für mich und mit mir gebetet haben und für all diejenigen, die mir vorgelebt haben, wie sich Glauben auf das Leben auswirken kann. Dankbar bin ich, dass Gott mir Glauben in mein Herz gegossen hat. Der Glaube, der mich seit meiner Kindheit begleitet, hat sich verändert. Immer wieder stellt er sich Anfragen von Außen wie von Innen. Vor allem aber hat der Glaube an Gott mich verändert. Ich wurde davon geprägt, dass selbst, wenn Menschen gerade keine Kraft oder Zeit haben mich immer noch jemand mein ganzes Leben lang begleitet; und zwar jemand, der immer ansprechbar ist, der weiß, wo der Weg für mich entlang führen soll, die mir auf die Füße hilft, wenn ich falle, die mich zurück holt, wenn ich mich weg bewegt habe und mir eine Zukunft bietet, welche mich geborgen sein lässt.

Im Gegensatz zu Menschen wird diese Zuwendung nicht nur mir geschenkt. Ich stehe nicht in Konkurrenz zu anderen. Statt dessen kann ich mich mit jedem und jeder freuen, der und die ebenfalls eine Beziehung zu Gott hat. Wie bei Erntedank üblich kann ich alles teilen, was mir dadurch geschenkt ist. Die Früchte des Glaubens sind Gottes Werk zum Nutzen aller Menschen.

So wie ich dankbar dafür bin, mit Gott leben zu dürfen, so weiß ich um das Ringen mancher Menschen mit genau diesem Glauben. Gehört haben sie von Jesus, aber eben auch so viel Anderes. Da denke ich gerade in diesen Herbsttagen, dass für den Glauben eben gilt, was auch für unsere Pflanzen gilt: Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: Der tut mit leisem Wehen sich still und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen reichliche Ernte und viel Grund zur Dankbarkeit.

Fotoportrait Stefanie vom HoffPfarrerin Stefanie vom Hoff (Evang. Stiftsgemeinde Mosbach mit Bergfeld und Waldstadt)

 

 

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Du wirst mit deinem Gott zurückkehren. Halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
Hosea 12,7

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