Monatsspruch Dezember 2017

 

 

 

 

 

 

 

„Wasserträger können auch mal ein Rennen entscheiden"

 

Eine Woche vor Schuljahresende klappt das mit dem Stuhlkreis wie am Schnürchen. In Nullkommanix haben die Grundschüler all ihre Stühle in ein fast perfektes Rund gestellt. Starke Leistung, denke ich, als ich am Donnerstag zu Besuch in der Waldstadt-Grundschule bin. Mit starken Leistungen geht es dann auch gleich weiter. Von grünen Trikots für den besten Sprinter erzählen die Kinder. Von den „Bergziegen“, die in den Alpen das Trikot mit den roten Punkten davontragen. Und in Gelb rollt der nach Paris, der bei der Tour de France der Schnellste war.

Wenn in diesen Tagen das Schuljahr zu Ende geht, freuen sich auch viele auf die Siegerehrung. Wer sein Ziel erreicht hat, der kann stolz darauf sein. Es gibt einiges, was den Kindern aus dem letzten Schuljahr dazu einfällt. „Ich kann jetzt schon mit viel größeren Zahlen rechnen“. „Am Anfang konnte ich gar kein Deutsch sprechen und jetzt bin ich schon sehr gut.“ „Mit meinem Freund habe ich mich immer wieder vertragen, auch wenn es mal Ärger gab.“ Alle haben so etwas zu erzählen. Es macht ihnen richtig Spaß, ihre großen und kleinen Etappenziele aufzuzählen.

Ob sie sich daran am Mittwoch bei ihren Zeugnissen auch noch erinnern? Manch einer wird sich vielleicht ganz schön ärgern über eine Zeugnisnote. Wer traurig oder enttäuscht ist über einen Misserfolg, der vergisst dann schon mal die gelungenen Aktionen. Dass keiner dem anderen ganz schlimm wehgetan hat zum Beispiel. Oder dass beim Schulfest alle mitgeholfen haben. Dass mit ein bisschen Hilfestellung alle die Sportübung geschafft haben.

Bei der Tour de France gibt viele, die werden das Rennen in diesem Jahr nicht gewinnen können. Das ist in der Schule genauso. Aber in der Mannschaft unterstützen gerade die nicht ganz so schnellen Fahrer die späteren Sieger. Da klingt ganz viel Anerkennung mit, wenn so ein fairer Sportler dann „Wasserträger“ genannt wird.

Siegertypen sind sie vielleicht nicht. Aber Jesus war das ja auch nicht. Am Schluss haben ihn viele ausgelacht. Dabei konnte er doch gerade mit seiner Niederlage am Kreuz Menschen Hoffnung machen. Gott kümmert sich auch um dich, wenn du nicht auf dem Siegertreppchen stehst. Jesus sagt: „Wer Durst hat, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe ihm von der Quelle, aus der das Wasser des Lebens fließt.“

Jesus - auch ein Wasserträger? Klar, er macht denen Mut, die sich manchmal wie abgehängt fühlen. Und er gibt denen Kraft, die sich selbst um die Enttäuschten kümmern – wie etwa bei der Telefonseelsorge. Mit 0800/111 0 111 kommst du immer ans Ziel, auch wenn du am Ende nicht ganz vorne dabei bist.

 

Folkhard Krall, Dekan im Evangelischen Kirchenbezirk Mosbach

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Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse, wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes.
Psalm 20,8

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