Monatsspruch Dezember 2017

 

 

 

 

 

 

"Über dir geht auf der Herr und sein Herrlichkeit erscheint über dir."

Am morgigen letzten Sonntag nach Epiphanias endet in unserer evangelischen Kirche der Weihnachtskreis. Noch einmal hängt weihnachtlich leuchtendes weiß an Kanzel und Altar. In unseren Kirchen in Sulzbach und Billigheim hängen die großen beleuchteten Herrnhuter Sterne noch ein letztes Mal. Knapp acht Wochen haben sie uns durch viele Gottesdienste und die zunehmende Dunkelheit begleitet.

Was bleibt vom diesjährigen Fest? Enttäuschte Hoffnungen? Nacht und Finsternis, die uns momentan immer noch ziemlich umfangen? Eigentlich sollte das weihnachtliche Licht ja der Nacht ein Ende machen. Denn das Licht des Lebens ist zur Welt gekommen. Gott ist zur Welt gekommen, damit es ein Ende hat mit aller Ungerechtigkeit. Was besingt Maria im Advent nicht alles in ihrem Magnifikat.

Und jetzt? Wie fühlt sich das an? Alles beim Alten? Hat sich in der Welt denn etwas verändert? Spüren Sie etwas davon, dass der weihnachtliche Glanz noch weiter in die Welt strahlt und wirkt und verändert? Licht mitten in der Nacht? Hoffnung wider den Augenschein? Was lässt sich noch davon spüren am Anfang des neuen Jahres?

Mehr Licht angesichts der Finsternis verheißt auch der Wochenspruch für die neue Woche: „Über dir geht auf der Herr und sein Herrlichkeit erscheint über dir“ (Jesaja 60,2)

Jesaja nimmt das weihnachtliche Licht auf und versucht es über die feierlichen Festtage hinaus in unsere Welt hineinleuchten zu lassen. Ursprünglich sind diese Worte ja für die Stadt Jerusalem bestimmt. Dort soll der Herr aufgehen und seine Herrlichkeit leuchten. Ausgerechnet dort. Wer kann sich noch daran erinnern, dass dieser Landstrich, diese Stadt ein Ort des Friedens ist?

Alle Jahre wieder. Alle Jahre aufs Neue leben wir von der Hoffnung. Dass es ein Ende hat mit aller Gewalt, aller Niedertracht, allem blutigen Streit um eine nie zu gewinnende Wahrheit. Alle Jahre wieder. Die Verheißung Gottes besteht. Sein Wort bringt Licht in die Dunkelheit. In jene in Israel. In jene auf der Welt. In jene in meinem Leben. Hoffen und vertrauen darauf, dass es Licht wird und hell wird und auch bleibt - inmitten der Finsternis.

 

Oliver Schüle

Evangelischer Pfarrer

Großgemeinde Billigheim 

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Der HERR war mit Samuel und lieƟ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen.
1.Samuel 3,19

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