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Evangelischer Kirchenbezirk Mosbach
 
 

 In diesen Tagen tritt noch einmal die Weihnachtsgeschichte in unseren Blick. Im Geist gehn wir zurück zu feierlichen Gottesdiensten; Geschichten tauchen nochmals auf: Hirten und Engel, Träumen und Worte die von Menschen gesprochen worden sind. Das Gehörte vermischt sich mit den Eindrücken der Kindheit.

 

Die Heiligen drei Könige treten auf. Von Kindern gespielt, ziehen sie in diesen Tagen durch unsere Straßen und nehmen uns noch einmal mit auf Gottes Reise, erinnern an den Stern, der ihnen einst Wegweiser war. Wir ahnen den Wüstensand, den sie durchschritten, und die Oasen, die sie fanden. Wir sehen sie von Norden das Heilige Land betreten, nachdem sie auf alten Karawanenstraßen den unwirtlichen Teil der Wüste umgangen hatten.

 

Sie reisen zur Hauptstadt und Tempelstadt Jerusalem. Sie lassen sich blenden und fragen am falschen Ort nach dem ‚neugeborenen König der Juden‘. Nach solch alter Tradition war Herodes König geworden, doch musste er seine Herrschaft mit Gewalt und mit Intrigen befestigen. Jetzt geht er mit Mordgedanken schwanger, der irdische König, dessen Herrschaft wenig später enden, dessen Königreich vom Römischen Kaiser unter seinen Söhnen zerteilt werden wird.

 

Im Gefolge der Sterndeuter verlassen wir die Hauptstadt wieder, erreichen die Hirtenfelder von Bethlehem, einer kleinen Stadt, die nur deshalb groß werden sollte, weil aus ihr der Friedenskönig kommt, und finden hier, am Rand der Zivilisation den Erlöser.

 

In die Bilder vom Christkind mischen sich die eigenen Erinnerungen ein an Kinder denen wir persönlich begegnen und begegnet sind, an zugedeckte Kinderwagen, in denen die kleinen eingemummelt sind, an Wohnzimmer und Wickeltische, auf denen sie lachend und schreiend lagen. Noch einmal schleicht sich die Erinnerung an die vorweihnachtlichen Tage ein mit der Adventsmusik und den Lichtern über der Straße, die Atmosphäre der Weihnachtsgottesdienste und der Weihnachtsmärkte. Über Silvester und Fasnacht hinaus kommt uns jetzt schon Ostern und Karfreitag in den Blick, das Ausreifen der Kindheitsgeschichte bis hin zum Mannesleben des Jesus von Nazareth.

 

Ernüchterung stellt sich ein: Es wird nicht ständig weihevoll bleiben. Die Stimmung der Weihnacht mag weiter wirken - umgestaltet jedoch und in den Alltag hineinverwickelt. Und so machen auch wir uns auf. Mit den Hirten und Königen strecken wir die gebeugten Knie, lassen uns vom Kind in der Krippe ausrichten und schauen aufs Land hinaus. Die Erinnerung wird uns als Schatz begleiten. So wünschen wir uns ein Neues Jahr und gehen aufrecht weiter, ohne genau zu wissen wohin. Der Stern leuchtet von fern und Gott gibt Hoffnung.


Martin Sommer, Pfarrer und beauftragter der Bildungsarbeit "50 plus" im Kirchenbezirk Mosbach

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Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.
Jesaja 66,13

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