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Evangelischer Kirchenbezirk Mosbach
 
 

Und wenn er wirklich kommt?

Am Sonntag ist Erster Advent, und es wird in den Kirchen (und hoffentlich auch in vielen Häusern) gesungen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, „Wie soll ich dich empfangen?“ und „Es kommt ein Schiff geladen…“ Advent heißt Ankunft: Gott kommt in diese Welt, Weihnachten kündigt sich an: Jesus ist auf dem Weg zu uns.

Und wenn er wirklich kommt: Heute Nachmittag um drei, es klingelt an der Tür, Jesus steht auf der Matte?

Advent bedeutet nicht nur Rückblick: Erinnerung an frühere Zeiten – das auch, etwa wenn wir auf die Ankündigung des alttestamentlichen Propheten Sacharja hören: „Siehe, dein König kommt zu dir.“ Aber Advent bedeutet noch mehr.

Advent bedeutet auch nicht nur Ausblick: Erwartung auf das, was einmal in der Zukunft sein wird – das auch, denn Christen erwarten die Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit. Aber Advent bedeutet noch mehr.

Advent bedeutet, dass Jesus heute zu mir kommt: mit seinem Licht, mit seiner Liebe, mit seinem Frieden. Was würde sich dann ändern? Eines ist klar: Adventszeit ist dann mehr als Vorweihnachtsrummel, Glühwein und Geschenkestress. Advent ist dann Zeit der Begegnung, Begegnung mit dem lebendigen Gott. Gut möglich, dass so eine Begegnung Spuren in meinem Leben hinterlässt und es verändert. Wie sollte es anders sein, wenn derjenige kommt, der „Heil und Leben mit sich bringt“?

Nur, wie kommt er eigentlich, wenn er kommt, und wie kann ich ihm begegnen – so ganz konkret? Zum Beispiel, indem ich anfange mit ihm zu reden, also: bete. Oder indem ich dorthin gehe, wo auch andere Menschen damit rechnen, dass Gott da ist, etwa im Gottesdienst oder beim „Hausgebet im Advent“, das auch in diesem Jahr wieder am 5. Dezember in ökumenischer Gemeinschaft an vielen Orten gefeiert wird. Oder indem ich die Bibel aus dem Regal hole und beim Lesen darauf achte, ob Gott mir darin begegnet.

Und dann geht mir vielleicht nochmal ein ganz anderes adventliches Licht auf als der Schein von Lichterketten und Adventskränzen. Der Glanz, den Jesus Christus durch sein Kommen in mein Leben bringt, reicht weiter. Er reicht bis zu den Enttäuschungen, Verletzungen und Konflikten, für die ich genau das brauche: einen, der „Heil und Leben mit sich bringt“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete und begegnungsreiche Adventszeit.

Pfarrer Ingolf Stromberger, Großeicholzheim und Rittersbach

Tageslosung

Freut euch und seid fröhlich im HERRN, eurem Gott.
Joel 2,23

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