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Evangelischer Kirchenbezirk Mosbach
 
 

„Es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses GOTTES feststehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen.“ (Jesaja 2)  


Fest gegründet siehst du die Silhouette der Stadt. Menschen kommen und gehen, und keiner sieht unzufrieden aus. Einige tragen Bücher unterm Arm, andere ganze Bündel mit Papieren, Bücher mit guten Geschichten, Lexika, und ganze Bündel mit Verträgen.


Von Fern hörst du Musik, Harmonien die die Lüfte durchziehen: Eine Aura von Weisheit und Frieden, die auch auf jene hinüberstrahlt, die noch nicht Bürger geworden sind. Biblische Schilderungen sind in irgendeiner Weise Utopie geblieben. Und werden auch immer Utopien sein: Orte, die nirgends zu finden sind, und die doch Wohnung bieten, Behausung, Heimat.
Mich erinnert die Schilderung an einen unserer Bundespräsidenten, dessen Wort gehört wurde, der etwas galt in der politischen Landschaft. Er hat mit Worten regiert. Seine Rede zum 40ten Jahrestag des Kriegsendes ist noch heute aktuell: Der Verzicht auf Gewalt war für ihn „keine vergängliche Erklärung im anfänglichen Stadium der Machtlosigkeit, sondern ein Bekenntnis, das seine Gültigkeit behält. Gewaltverzicht bedeutet, allseits das Vertrauen wachsen zu lassen, dass auch ein wieder zu Kräften gekommenes Deutschland daran gebunden bleibt.“


Für uns Christen liegt der Kern der Friedensbotschaft im Gewaltverzicht. Der Ort an dem Jesus starb ist unser Berg Sinai. Hier hören wir Gottes Weisung neu. Weder Blitz noch Donner noch sonst ein Naturereignis verleiht ihm Erhabenheit, sondern dieser radikale Gottesverzicht: Gott nimmt den Tod auf sich, nimmt das Nichts in sich auf.


Noch erleben wir Gewalt, die Menschen ausüben oder erleiden. Vielleicht, weil sich Gott mit Jesus nicht so spektakulär gezeigt hat, wie es in der Vision beschrieben wird. Dass gewaltloser Widerstand Mächtige zum Rückzug bewegt, gelingt gelegentlich; die Regel ist das leider nicht. Man kann mit Waffen die Anschläge von Terroristen nicht verhindern. Waffen werden immer auch zu Unrecht eingesetzt werden.
Umso wichtiger ist es, dass Juden, Moslems und Christen ihr Gesicht abwenden von Klüngel, Kluft und Krisen und sich dem Frieden widmen: Übung macht den Meister.

Martin Sommer, Pfarrer in Neckarburken

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Du musst innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den HERRN, deinen Gott, zu verlassen und ihn nicht zu fürchten.
Jeremia 2,19

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