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Evangelischer Kirchenbezirk Mosbach
 
 

Eine 55-köpfige Reisegruppe

des evangelischen Kirchenbezirks Mosbach besuchte in der vorigen Woche etliche Orte und Stätten in Thüringen und Sachsen-Anhalt, an denen der Reformator Martin Luther gewirkt hat. Luther war viel unterwegs. Deshalb gibt es in der bezaubernden mitteldeutschen Landschaft der Kernländer der Reformation einen neuen „Luther-Wanderweg“.
Mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche Wittenberg vor fast 500 Jahren wollte Martin Luther sachlich fundierte Gespräche und Diskussionen mit den Gelehrten über den Ablasshandel führen und voran bringen.
Als Professor für Bibelauslegung an der Universität in Wittenberg beschäftigte er sich intensiv mit der Bibel. Er wusste um die tief sitzenden Ängste der Menschen. In der damaligen Zeit hatte auch er eine ganz strenge und harte Erziehung erfahren. Den Menschen wurde eingetrichtert und gedroht, dass sie durch ihre Schuld und Sünde vor Gott nicht bestehen könnten. Diese Furcht war riesengroß. Aus diesem Grund suchte der innerlich aufgewühlte und mutige Luther nach biblischen Wegen und Antworten, wie die Menschen vor Gott gerecht leben können. Die Grundfrage lautete: „Wie erreiche ich, dass Gott mir gnädig ist?“
In seinem Denken hin- und hergerissen, bewegte Luther diese Frage. Als er in seinem Bibelstudium den Römerbrief zu lesen begann, machte er eine überraschende Entdeckung. Ein großartiges Aha-Erlebnis. Gott hat ihm bereits im 1. Kapitel ein Lichtstrahl der Erkenntnis geschenkt und ihm die Augen und das Herz geöffnet. Luther ist regelrecht ein Licht aufgegangen. Gnade bedeutet Geschenk. Der Geist Gottes erleuchtete seine Gedanken und seine Erkenntnis der Verse 16 und 17: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben (Habakuk 2,4): Der Gerechte wird aus dem Glauben leben.“
Martin Luther entdeckte weitere Bibelstellen, die ihm zeigten, dass Gott kein gnadenloser Richter ist, sondern ein liebevoller, fürsorgender und barmherziger Vater im Himmel ist, der durch seinen Sohn Jesus Christus die Sünden vergibt. Wer an den Sohn Jesus glaubt, der braucht keine Angst     zu haben.
Wir Menschen dürfen im Glauben unsere Sorgen und Ängste Jesus sagen, ihm anvertrauen und unter sein Kreuz legen. Jesus ist für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben. Er nimmt uns die Sorgen und Ängste ab. So können wir erleichtert und befreit aufatmen und leben.
koesslerDieser befreiende Glaube an Jesus Christus führte bei Martin Luther dazu, dass er sich wie neugeboren fühlte. Von dieser neuen Sicht der guten Nachricht im Römerbrief hat er an der Universität seinen Studenten und in den Gottesdiensten seinen Zuhörern erzählt. Im Johannes-Evangelium sagt Jesus: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Johannes 5,24)


Diakon Rudi Kößler, Ev. Pfarramt
Schollbrunn und Oberdielbach

Tageslosung

Gott hat mich erlöst, dass ich nicht hinfahre zu den Toten, sondern mein Leben das Licht sieht.
Hiob 33,28

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